Reisen nach Spanien Spanisches Lokal el gusto español auf Gran Canaria


Las Islas Canarias

Seit 8.8.2014 läuft unser Franchisebetrieb el gusto español de gran canaria

In Montaña la Data - etwa 15 km nördlich (also landeinwärts) von Maspalomas - ist am 8. August 2014 unser erster Franchisbetrieb el gusto español de gran canaria in Aktion getreten. Ersten, weil die kanarische Tapakultur sehr schlecht entwickelt ist; zweitens, weil Andrea Lehrner eine exzellente Gastronomin ist, die dritten auf Vorbestellung auch mitteleuropäische Speisen auf den Tisch bringt.

Mitbürger! Wenn Ihr die Kanaren besucht, könnt er dennoch ein Wiener Schnitzl, einen Tafelspitz, einen Apfelstrudl und zu Weihnachten gar Vanillekipferln schmausen.

Und wer genau wissen will, wo dieses zauberhafte Lokal liegt, der klicke hier.

Die kanarischen Inseln sind ein Teil von Makaronesien.

Trotz dieses Namens besteht keinerlei Konnex zu den italienischen Teigwaren ähnlichen Namens. Die Bezeichnung leitet sich aus dem Griechischen ab: nes heißt Insel makarios steht für gesegnet - die gesegneten Inseln also.

Diesen Namen führten sie zu Recht, bis Kolumbus & Co sie als Stützpunkte für ihre Reisen nach der Neuen Welt erkoren.

Die Gier der Spanier war natürlich auch hier sehr groß, und unter dem Vorwand der Christianisierung etc. brachte man alle Ureinwohner - die Guanchen - um und bemächtigte sich der reichen Bananenplantagen und allem, was halt gut und teuer war.

Heute leben die Binneninsulaner von Kleinstlandwirtschaft oder pendeln hinaus in die Ghettos, wo sie in allen Ebenen der touristischen Hierarchie tätig sind. Die ganz miese Arbeit wird von zumeist schwarz (no na!) eingewanderten Afrikanern und von europäischen Zivilisationsflüchtlingen verrichtet, die vor allem den sprachlichen Anschluß verpaßt haben bzw geglaubt hatten, hierzulande würden gebratene Tauben in großer Dichte herumfliegen.

Das fürs tägliche (Über)leben erforderliche Hackeln wird lediglich durch das überwiegend freundliche Klima gemildert. Allerdings gilt auch hier, daß man nirgends so grauslich frieren kann wie im spanischen Winter: sofern die Häuser überhaupt mit Heizungen ausgestattet sind, ist deren Funktion keinesfalls so selbstverständlich gewährleistet wie bei uns. Von ordentlicher Isolierung haben kanarische Baumeister immer noch wenig Ahnung.

Im Winter ist ein Plätzchen am offenen Kamin bisweilen gar angenehm. Vorsicht: wenn vorne die Zehen anbrutzeln, kann's am Rücken schon wieder recht kühl sein.

Die makaronesischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Vor rund 40 Millionen Jahren haben sie sich in ihrer Grundform aus dem Meeresboden gehoben; arge Ausbrüche vor etwa 20 Millionen Jahren gaben den Inseln ihren heutigen Charakter. Überall in den Bergen stehen säulenförmige Felsen (siehe den Nublo oder den Bentayga auf Gran Canaria bzw die vielen Säulen um den Teide auf Teneriffa). Diese Stipfeln verschiedenster Größe sind die erstarrten Lavaschlote von Vulkanen, deren Gestein, das einst den Krater umgeben hat, weggewittert ist.

Der Teide ist mit seinen 3712 m der höchste Berg Spaniens, obwohl er satte 2000 km von Madrid entfernt steht. Unser Großglockner mißt zwar um runde 88 m mehr. Den Teide kann man aber quasi von 0 weg voll sehen: eindrucksvoll ist die Anreise per Schiff, von dem man die volle Höhe (und Wucht) dieses Vulkans ermessen kann. Den Gipfel des Großglockners sieht man ja immerhin erst, wenn man selber schon auf etwa 2500 m Seehöhe angelangt ist.

Wer annimmt, daß die geologische Entwicklung Makaronesiens abgeschlossen wäre, besuche die Inseln beobachtend: ob auf La Palma, Teneriffa oder Lanzarote - überall dringen Rauchwolken aus Ritzen und Furchen. Am wenigsten raucht der Hauptkrater des Teide; aus den Hängen dieses Berges strömen allenthalben Schwefelwölkchen.

Auf La Palma gab`s 1968 einen kräftigen Ausbruch, der die Südspitze der Insel mit Lava zudeckte. Sollte der Teide oder der Taburiente auf La Palma ausbrechen, dann wird New York durch die dadurch hervorgerufene Flut ordentlich durchgewaschen werden. Der Tsunami wird von Experten mit einer mittleren Wellenhöhe von 8 - 12 m berechnet.

Trotz dieser tektonischen Verwandtschaft der Kanaren sind sie alle höchst unterschiedlich. La Gomera und La Palma sind die grünen Inseln. Sie bieten den Wanderern ungeheuer dichte Wälder, die zu durchstreifen sich wirklich lohnt, und ein paar schwarzsandige Strände. Teneriffa ist ein Paradies für Bergsteiger, Rennradler und Waldläufer sowie für Liebhaber klassischer Musik. Die Konzerthalle von Santa Cruz wartet mit internationaler Qualität auf. In Puerto de la Cruz lockt der Loro Park mit seinen etwa 1000 Papageienarten. El Hierro ist ein kleines felsiges Eiland, das vor allem bei Tauchern beliebt ist. Gran Canaria ist das Badeparadies: im Süden locken die Dünen von Maspalomas mit weißem Sand, in denen man Lagartos (= endemische Echsenart, die Leguanen ähnelt) in (fast) allen Größen handnah beobachten kann. Am Strand bietet sich eine lustvoll splitternackte Wanderung von Playa del Inglés bis nach Meloneras an. Das sind 8 km.

Fuerteventura kennen wir noch nicht; Lanzarote haben wir zum letzten Mal im Jahr 1981 besucht.

Im folgenden kommen Details zu den einzelnen Inseln.

1. GRAN CANARIA

Diese Insel ist viel reizvoller als ihr Ruf. Sobald man die Küstenstriche, die nach Fastfood, Pell-kartoffeln und Coca Cola stinken, verläßt und sich in die bergige Weite der Insel verzieht, kann man ein wildes, naturbelassenes Land genießen. Per Rennrad via kurvenreicher und bestasphaltierter Straßen - Vorsicht: manche Touristen steuern alkoholisiert ihre Mietwagen im Glauben, man könne im Urlaub ungestraft tschechern, autofahren und gleichzeitig fotografieren!!!- oder per Mountainbike über Trails, die eine Reise nach Kalifornien oder Arizona (= beides Bundesstaaten eines kriegführenden paranoid verwalteten Landes) gegenstandslos erscheinen lassen können: beide Bewegungsarten vermitteln ein eindringliches Bild dieser geologisch jungen Insel. Wegen dieser Jugend sind die gebrochenen Steine besonders spitz und scharfkantig. Einige Reifenschläuche mehr sowie feines Pickzeug mitzunehmen, ist angeraten.

Auch per Bus, der hier Guagua heißt, läßt sich Gran Canaria befahren. Das Netz ist gut ausgebaut; Verspätungen sind eingeplant, befindet man sich doch in einem Gebiet nahe Afrikas unter spanischer Verwaltung....

 In Montaña la Data
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Hier war keine menschliche Hand im Spiel
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Arucas (Gran Canaria): die Kirche ist aus Tuff; von hier kommt der berühmte Rum
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Besser als ein Navi: er beschreibt den richtigen Weg (zur Schatzkiste)
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